verzinken


verzinken
ver|zịn|ken1 〈V. tr.; hatmit Zink überziehen (Metalle)
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ver|zịn|ken2 〈V. tr.; hat; umg.; veraltet〉 jmdn. \verzinken anzeigen, angeben, verraten [zu Zinken „Zeichen“ (Gaunerzinken)]

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1ver|zịn|ken <sw. V.; hat [zu 1zinken (2)] (ugs.):
verraten.
2ver|zịn|ken <sw. V.; hat:
mit Zink überziehen.

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Verzinken,
 
das Überziehen von Metallen (besonders von Stahl) mit Zink zum Zweck des Korrosionsschutzes. Die Schutzwirkung beruht auf dem kathodischen Korrosionsschutz des elektrochemisch unedlen Zinks. Zinküberzüge werden v. a. im Schmelztauchverfahren (Feuerverzinken), durch galvanische Abscheidung mit alkalischen oder sauren Zinksalzlösungen, im Metallspritzverfahren (Spritzverzinken) oder durch Diffusion (Sherardisieren) aufgebracht. Beim Feuerverzinken (Heißverzinken) werden die Teile unter Verwendung von Flussmitteln in geschmolzenes Zink getaucht. Beim Nassverzinken werden die vom Beizen nassen Teile in die mit geschmolzenen Flussmitteln (aus Zink-, Ammoniumchlorid und Glycerin oder Ähnlichem) bedeckte Zinkschmelze (430-450 ºC, mit maximal 0,02 % Aluminium) getaucht. Es entstehen relativ dicke, wegen des Gehalts an sprödem Hartzink (Eisen-Zink-Legierung) wenig duktile Überzüge. Beim Trockenverzinken werden die gebeizten Teile in eine Flussmittellösung (Zink- und Ammoniumchlorid mit Netzmittel) getaucht, bei 60-200 ºC in Durchlauföfen oder Trockengruben getrocknet und dann in die mit etwa 0,2 % Aluminium legierte Zinkschmelze getaucht. Die Zinküberzüge sind duktil und relativ dünn. Sie werden zur Erhöhung der Korrosionsbeständigkeit vielfach noch chromatiert, phosphatiert, geölt, lackiert oder mit Kunststoffen beschichtet.
 

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1ver|zịn|ken <sw. V.; hat: mit Zink überziehen: große, sauber verzinkte Kästen mit Gesteinsproben unter gläsernen Deckeln (Böll, Adam 67).
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2ver|zịn|ken <sw. V.; hat [zu 1zinken (2)] (ugs.): verraten: Das erste Mal hat mich ein Kollege beim Rauchen erwischt und verzinkt (Ziegler, Gesellschaftsspiele 46).

Universal-Lexikon. 2012.

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